Skip to main content

Gewisse Arbeitsplatzrisiken bestehen in nahezu allen Betrieben. Es gibt diverse Faktoren, die Unfälle auslösen können. Angesichts der möglichen Folgen von Arbeitsunfällen für die Angestellten ist es unerlässlich, die potenziellen Risiken zu kennen, denen Ihre Arbeitnehmenden ausgesetzt sein können: Nur so können Sie diese so gut wie möglich im Vorfeld minimieren.

Obwohl es nicht möglich ist, alle Arbeitsplatzrisiken vollständig zu beseitigen, können Sie mit ausreichendem Bewusstsein und den richtigen Maßnahmen die Sicherheit Ihrer Mitarbeitenden an der Arbeit deutlich erhöhen. Es geht dabei nicht nur um die Vermeidung von Gefahren, sondern auch um angemessene Reaktionen in Notfällen und Gefahrensituationen.

Im Folgenden stellen wir Ihnen die 10 Risiken am Arbeitsplatz vor und was Sie tun können, um diese zu vermeiden.

1. Chemische Gefahren

Bei der Arbeit mit chemischen Substanzen müssen Unternehmen ihre Arbeitnehmenden umfassend über mögliche Risiken am Arbeitsplatz aufklären und entsprechende Maßnahmen ergreifen, um diese Risiken so weit wie möglich zu minimieren.

Folgende Maßnahmen können dabei helfen:

  • Bereitstellung von speziellen Sicherheitsvorkehrungen und Schutzmaßnahmen, um Arbeitnehmende vor den gesundheitlichen Risiken bestimmter Substanzen zu schützen. Darunter zählt z. B. Chemikalienschutzkleidung, die den Normen des Chemikalienschutzes entsprechen. 
  • Regelmäßige Schulungen und Fortbildungen zum Umgang mit Gefahrstoffen und ihrer Entsorgung – insbesondere bei giftigen und leicht entzündlichen Stoffen.
  • Etablierung von Notfallplänen und Abläufen, um im Falle eines Unfalls oder einer Verletzung schnell und effektiv reagieren zu können.

2. Biologische Gefahren

In vielen Bereichen kommt es auch zum Kontakt mit biologischen Gefahren. Arbeitnehmende im Gesundheitssektor sowie in einigen Forschungsgebieten sind potenziellen Krankheitserregern und ähnlichen biologischen Risiken ausgesetzt. Aber auch von Lebensmitteln können biologische Gefahren ausgehen wie Keime oder Parasiten. Hier könnte HACCP-Kleidung (Hazard Analysis and Critical Control Points) zum Einsatz kommen.

3. Elektrische Gefahren

Auch die Arbeit mit Elektrizität kann ein erhebliches Risiko für die Arbeitnehmenden darstellen. Elektrische Gefahren wie Schläge, Verbrennungen und Lichtbögen können beispielsweise zu schweren Verletzungen führen.

Um die Arbeitnehmenden vor diesen Gefahren zu schützen, ist es wichtig, dass alle elektrischen Geräte regelmäßig gewartet werden. Hierbei sollten auch regelmäßige Überprüfungen und Tests durchgeführt werden, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Weiterhin müssen Arbeitnehmende regelmäßig in der sicheren Handhabung ihrer Arbeitsgeräte unterwiesen werden.

Es können auch technische Maßnahmen ergriffen werden, um das Risiko von Unfällen bei der Arbeit mit Elektrizität zu minimieren. Informieren Sie sich etwa über unsere ESD-Kleidung: Sie ist eine effektive Maßnahme, um Ihre Arbeitnehmenden vor elektrischen Gefahren zu schützen.

Dame in HACCP-Kleidung, die Flüssigkeiten in Behälter füllt

4. Brandrisiko

Bei der Arbeit mit bestimmten Materialien und Maschinen besteht am Arbeitsplatz immer die Gefahr von Bränden. Daher müssen angemessene Brandschutzmaßnahmen getroffen werden. Eine grundlegende Brandschutzmaßnahme ist die Ausstattung des Arbeitsplatzes mit Löschmaterialien. Alle Arbeitnehmende sollten auch über das richtige Verhalten im Notfall informiert sein. 

In Branchen mit erhöhtem Brandrisiko kann es außerdem sinnvoll sein, feuerfeste Arbeitskleidung zu tragen. Textilien aus Polyester und ähnlichen Kunststoffen sollten in jedem Fall vermieden werden, da diese Materialien leicht entflammbar sind. Um die Sicherheit am Arbeitsplatz weiter zu erhöhen, sollten alle Geräte regelmäßig kontrolliert werden. Fluchtwege sollten klar ausgewiesen sein und alle Brandschutzmaßnahmen und -materialien sollten auf dem neuesten Stand gehalten werden.

5. Sturz- und Rutschgefahr

Sturz- und Rutschgefahren stellen ein ernstes Risiko am Arbeitsplatz dar und gehören zu den häufigsten Unfallursachen. Arbeitsunfälle durch Ausrutschen, Stolpern oder Stürze können in fast jeder Arbeitsumgebung passieren und teilweise zu schweren Verletzungen führen. Um die Gefahr solcher Unfälle am Arbeitsplatz zu minimieren, sollten Sie oder Ihre Sicherheitsverantwortlichen dafür sorgen, dass alle Gänge und Gehwege frei von Hindernissen sind. Das bedeutet, dass Kisten oder Drähte sofort entfernt werden müssen, um zu gewährleisten, dass die Arbeitsumgebung sicher und frei von Stolperfallen bleibt. 

Es sollte obendrein auf rutschige Stellen aufmerksam gemacht werden, die durch Nässe oder Schmutz entstehen. Präventiv können hier Schmutzfangmatten ausgelegt werden, damit Rutschgefahr überhaupt nicht entstehen kann. Sinnvoll ist es, besonders bei der Arbeit mit rutschigen Materialien wie Öl schon im Vorfeld für die notwendigen Maßnahmen zu sorgen. Hierfür bieten sich Ölfangmatten an, die viel überschüssige Flüssigkeit aufsaugen können.

Ein weiterer wichtiger Faktor, um Stürze am Arbeitsplatz zu minimieren, ist das richtige Schuhwerk. Offene Schuhe ohne ausreichenden Halt können an Hindernissen hängen bleiben und somit zum Sturz führen. Es ist daher wichtig, geeignetes Schuhwerk zu tragen, das den Fuß gut stützt und rutschfest ist.

6. Umweltgefahren

Auch bei der Arbeit in der Natur müssen Arbeitnehmende vor den Gefahren ihrer Umwelt geschützt werden. Dafür ist die richtige branchenspezifische Schutzkleidung etwa für den Garten- und Landschaftsbau unverzichtbar. Bei der Arbeit in bestimmten Branchen können Arbeitnehmende Umweltgefahren wie Luftverschmutzung, Lärm und extremen Temperaturen ausgesetzt sein. Diese Gefahren können zu schweren Erkrankungen führen, wenn sie nicht angemessen behandelt werden. 

Ebenfalls von Bedeutung sind angemessene Pausenregelungen und Erholungsmöglichkeiten für die Arbeitnehmenden. Körperlich strapazierende Faktoren können auch psychische Auswirkungen wie erhöhten Stress haben, weshalb es wichtig ist, auch in diesen Fällen für entsprechende Entlastung zu sorgen.

7. Verkehrsbedingte Risiken

Bei der Arbeit im Straßenverkehr – sei es das tatsächliche Fahren oder die Straßeninstandsetzung – gibt es eine Vielzahl von Risiken. Deswegen ist den Arbeitskräften bei Arbeiten auf der Fahrbahn eine geeignete Sicherheitsausrüstung, also Warnschutzkleidung wie Warnwesten zur Verfügung zu stellen, um Schutz durch erhöhte Sichtbarkeit zu bieten. 

Die Sichtbarkeit und Sicherheit am Arbeitsplatz kann außerdem durch das Aufstellen von Warnschildern oder die Installation von Lichtsignalen verbessert werden. So können Arbeitnehmende vor Gefahren im Straßenverkehr geschützt werden. Es ist ebenso wichtig, dass die Arbeitskräfte regelmäßige Schulungen zum richtigen Verhalten im Straßenverkehr erhalten, um das Risiko von Unfällen zu minimieren.

8. Gefahren durch UV-Strahlung

Extreme Wetterbedingungen und anhaltende Hitzewellen werden zunehmend Teil unseres Alltags. Diese Veränderungen haben nicht nur Auswirkungen auf die Umwelt, sondern bringen auch eine Reihe gesundheitlicher Risiken mit sich, gegen die wir uns alle schützen müssen.

Steigende Temperaturen und intensive Sonneneinstrahlung sind auch für viele Arbeitnehmenden eine große Herausforderung. Insbesondere Unternehmen, deren Arbeitskräfte viel Zeit im Freien verbringen, sollten daher den Schutz vor UV-Strahlung priorisieren. Die Gefahren von UV-Strahlung für die Gesundheit sind schließlich weithin bekannt und reichen von akuten Sonnenbränden bis hin zu schweren langfristigen Erkrankungen wie Hautkrebs.

Arbeitgebende sollten daher proaktiv handeln, um die Gesundheit ihrer Angestellten zu schützen. Die Auswahl der richtigen UV-Schutzkleidung ist entscheidend, um die Risiken der Sonnenexposition zu minimieren.

Straße bei Sonnenuntergang, orange-farbener Himmel und grelles Licht

9. Unfälle mit Arbeitsmitteln

Die Arbeit mit Maschinen und Werkzeugen kann sowohl im Handwerk als auch in der Industrie potenzielle Gefahren für die Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz darstellen. Unternehmen müssen hier Verantwortung übernehmen und durch eine genaue Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz Risiken erkennen und minimieren. Verfahren zur Beurteilung der Risiken sollten detailliert durchgeführt werden, um potenzielle Gefahrenquellen zu identifizieren und geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu implementieren.

Ebenso sollten Arbeitgebende sicherstellen, dass Arbeitsmittel regelmäßig gewartet und instandgehalten werden. Das hilft, das Risiko von Maschinenfehlern zu minimieren, die zu Verletzungen oder Schäden führen können. Es ist auch wichtig, dass Arbeitnehmende in der ordnungsgemäßen Nutzung von Arbeitsmitteln geschult werden, um vermeidbare Fehler und Unfälle zu verhindern.

Wenn notwendig, sollten Arbeitgebende zusätzliche persönliche Schutzausrüstung bereitstellen. Diese Ausrüstung schützt Arbeitnehmende vor Verletzungen und verringert somit das Risiko von Unfällen.

10. Ergonomische Gefahren

Auch wenn sie oft zunächst unbemerkt bleiben, stellen ergonomische Belastungen am Arbeitsplatz gesundheitliche Risiken dar. Diese Risiken lassen sich jedoch leicht vermeiden, indem man beispielsweise auf eintönige, sich wiederholende Bewegungsabläufe, falsche Körperhaltung und Muskelbelastung achtet. Auch zu wenig Bewegung, etwa bei Tätigkeiten am Schreibtisch, kann zu langfristigen gesundheitlichen Schäden führen.

Der Arbeitsplatz sollte daher ergonomisch und insbesondere rückenschonend gestaltet werden. Um direkte Verletzungen oder auch langfristige chronische Erkrankungen zu vermeiden, sind beispielsweise ergonomische Arbeitsgeräte, ausreichend Bewegung und regelmäßige Pausen sinnvolle und effektive Maßnahmen.

Fazit

Eine Vielzahl von Risiken am Arbeitsplatz kann die Sicherheit und die Gesundheit Ihrer Arbeitnehmenden in Gefahr bringen. Es ist jedoch möglich, diese Risiken durch geeignete Maßnahmen zu minimieren.

Dazu gehören Schulungen und Fortbildungen der Arbeitnehmenden, regelmäßige Überprüfungen und Wartungsarbeiten von Arbeitsgeräten und Materialien sowie die Implementierung geeigneter Sicherheitsvorkehrungen. Geeignete Schutzkleidung für die verschiedenen Branchen und Risiken ist notwendig für den Schutz der Arbeitskräfte. Arbeitgebende sollten auch sicherstellen, dass die Arbeitnehmenden über die potenziellen Risiken am Arbeitsplatz informiert sind und in der Lage sind, sich angemessen zu schützen.

Durch die Beseitigung von Gefahren können Unternehmen ein sichereres Arbeitsumfeld schaffen, in dem Arbeitnehmende gesund und produktiv arbeiten können.

FAQ

 Warum Arbeitsplatzrisiken kennen?

Als Unternehmen sind Sie nicht nur dazu verpflichtet, für eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung zu sorgen – Sie profitieren auch davon, wenn diese Maßnahmen besonders effektiv sind. Indem Sie Risiken erkennen und minimieren, verringern Sie auch krankheitsbedingte Ausfälle, fördern die Gesundheit und Zufriedenheit am Arbeitsplatz und verbessern damit das Image Ihres Unternehmens gleich auf mehreren Ebenen.

Wie sind Arbeitsplatzrisiken gesetzlich geregelt?

In Deutschland gibt es das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG), in dem die Arbeitssicherheit in Unternehmen geregelt ist. Es gibt aber auch spezifische Vorschriften, die je nach Branche und Tätigkeitsfeld zu beachten sind. Diese Regelungen eignen sich auch gut als Richtlinie, um weitere Sicherheitskonzepte zu entwickeln.

Was ist eine Gefährdungsbeurteilung zu Arbeitsplatzrisiken?

Eine Gefährdungsbeurteilung ist eine systematische Bewertung aller potenziellen Gefahren und Risiken am Arbeitsplatz. Eine solche Beurteilung von Gefährdungen dient dazu, spezifische Risiken zu identifizieren und daraufhin geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Sie sollte in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden.

Welche Schritte sollten bei einem Arbeitsunfall unternommen werden?

Im Falle eines Arbeitsunfalls sollten Sie sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten, den Vorfall dokumentieren, den Unfall melden und eine Untersuchung durchführen, um die Ursache zu ermitteln. Nur so können Sie angemessen auf den Unfall reagieren und Ihr Sicherheitskonzept auf Fehler und Lücken überprüfen, um gegebenenfalls zukünftige Unfälle gleicher Art zu vermeiden.